TUTORIAL: Alphakanal
Die Hauptinformation hierzu habe ich über das Movie3D-Forum von Olaf erhalten.
Mit eingestellten Alphakanal ist man in der Lage, ein oder mehrere Bilder zu erzeugen, die,
wenn man die Bilder mit einer normalen Bildbearbeitungssoftware betrachtet, das erstellte Objekt
schon herausgelöst vom Hintergrund zeigt.
Man kann also damit Objekte erzeugen, die später ohne Hintergrund in z.B. einen Film
übernommen werden kann.
Im Tutorial Skelette (8.10) hatte ich eine SDS-Figur winkend animiert.
Diese Animation werde ich jetzt nehmen und sie vor einem anderen Filmauschnitt
winken lassen.
Wenn man nun ein schönes Einzelbild oder eine Animation in Movie3D oder Realsoft
erstellt hat, wählt man in der Objektübersicht den root-Baum an (1).
Entweder über den Doppelklick oder die rechte Maustaste auf die
Eigenschaften/Properties gehen, die Karte Farbe / Col (2) anklicken und unter Attribute
den Wert Alpha (3) auswählen.
Jetzt noch den Zahlenwert 1 für Alpha eintragen und die Eigenschaften verlassen.
Beim Rendern der Animation oder des Einzelbildes ist nun folgendes einzustellen:
Unter Punkt 1, ein Verzeichnis auswählen in das die Einzelbilder abgestellt werden sollen.
Es bietet sich an, dafür im jeweiligen Projektverzeichnis ein eigenes Unterverzeichnis anzulegen.
Aus dem Fenster Aktive Dateiformate alles herausnehmen, was drin steht.
Am Anfang ist es meist das BMP-Format drin (entfernen über die rechte Maustaste).
Über die verfügbaren Formate nun das Format Targa RGBA (2) auswählen.
Punkt 3 muss man nicht wirklich beachten. Die voreingestellten Werte genügen völlig.
Die Format Zeichenfolge ist ähnlich der Funktion printf() der Programmiersprache "C".
Aufgeschlüsselt bedeutet das:
% = Platzhalter,
03 = 3-Stellig mit führenden Nullen,
d = Dezimalzahlenwert.
Im Beispiel sieht man die Auswirkung des Formatstrings.
Ich gebe nach dem Dateinamen und vor dem Zahlenwert immer einen Unterstrich ein.
Wenn jetzt gerendert wird, erstellt Movie3D / Realsoft TGA-Einzelbildfolgen in denen
Das erstellte Objekt aus den Hintergrund herausgelöst ist.
Wenn man die fertigen Bilder betrachtet, ist der Hintergrund zwar noch da,
wenn man aber das TGA-Bild in z.B. mit Corel Photopaint öffnet, wird das Objekt als
markiert dargestellt.
Wie die Einzelbildfolgen nun in Euere Bildverarbeitungssoftware geladen werden und
ob sie den Alphakanal unterstützen weiss ich natürlich nicht.
Die MoviePack Pro-Serie von Aist (auch schon 3.0 und 4.0) kann es. Sie werden hier als
DIB-Sequence eingelesen.
Als Filmhintergrund habe ich eine von MoviePack Pro 4 mitgelieferte Sequenz mit
Wasserfall gewählt und mein Objekt durch die Sequenz wandern und winken lassen.
Schaut es Euch mal an:
So, das Prinzip ist nun erklärt, dies war es auch schon. Ich hoffe es hilft Euch weiter.
Viel Spass dabei....
Uwe